Geprüfte/r Industriemeister/in—Metall (IHK)
neuer Kurs: Frühjahr 2012
Mit fortschreitender Entwicklung der Industrie wächst auch im technischen Bereich der Bedarf an mittleren Führungskräften, die hohes fachliches Können und eine gute Eignung zur Menschenführung und Disposition verbinden. Der Industriemeister Metall sollte die Fähigkeit zur Kooperation, die Bereitschaft, Entscheidungen zu fällen und Einfühlungsvermögen in menschliche Belange seiner Mitarbeiter haben. Sein fachliches Wissen basiert auf einer breiten Grundlage von Kenntnissen grundsätzlicher Arbeitsabläufe im arbeitstechnischen und mechanischen Bereich, aber auch in der Verwaltung und im organisatorischen Umfeld.
Aus Gründen der Lesbarkeit wird im Folgenden auf die feminine Form der Anrede verzichtet
Ziel des Lehrgangs
ist es, eine berufserfahrene, technische Führungskraft mit umfangreichen Kenntnissen der betrieblichen und betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge und einen fachlich kompetenten Werkleiter mit Personalverantwortung auszubilden. Die Lehrgangsteilnehmer durchlaufen eine fachrichtungsübergreifende Basisqualifikation und eine handlungsspezifische Qualifikation. Der berufs– und arbeitspädagogische Teil wird als separater Lehrgang angeboten und abgerechnet.
Wo hat der Industriemeister sein Aufgabengebiet?
Der Industriemeister trägt als Führungskraft auf der mittleren Ebene Verantwortung für den ihm zugeordneten betrieblichen Bereich und damit für die Durchsetzung der technischen, wirtschaftlichen und sozialen Ziele des Unternehmens. Vom geprüften Industriemeister werden neben einem umfassenden technologischen Wissen ein solides Basiswissen im Bereich der Menschenführung und Berufsausbildung. Er muss besonders befähigt sein, sich den neuen technologischen und betriebswirtschaftlichen Entwicklungen anzupassen und sich auf die zwischenmenschlichen Beziehungen einzustellen. Durch den Vorbereitungslehrgang soll der Teilnehmer befähigt werden, dieser wichtigen Aufgabe gerecht zu werden.
Voraussetzungen für die Zulassung zur IHK- Prüfung
1. Zur Prüfung im Prüfungsteil fachrichtungsübergreifende Basisqualifikation wird zugelassen, wer folgendes nachweist.
- eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Metallberufen zugeordnet werden kann, und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis oder
- eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach mindestens 18 Monate Berufspraxis oder
- eine mindestens fünfjährige Berufspraxis
2. Zur Prüfung im Prüfungsteil handlungsspezifische Qualifikationen wird zugelassen, wer folgendes nachweist:
- den erfolgreichen Abschluss des Prüfungsteils fachübergreifende Basisqualifikation, der nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und
- in den in Absatz 1 Nr. 1 bis 3 genannten Fällen zu den dort genannten Praxiszeiten mindestens ein weiteres Jahr und im Falle des Absatzes 1 Nr. 3 mindestens zwei weitere Jahre Berufspraxis und
- den Erwerb berufs- und arbeitspädagogischer Kenntnisse gemäß der Ausbildereignungsverordnung gewerblicher Wirtschaft oder aufgrund einer anderen öffentlichrechtlichen Regelung, wenn die nachgewiesenen Kenntnisse oder Anforderungen nach §2 der Ausbildereignungsverordnung gewerblicher Wirtschaft gleichwertig sind. Die Aneignung dieser Kenntnisse soll in der Regel vor der Zulassung zum Prüfungsteil fachübergreifende Basisqualifikation erfolgen.
3. Die Berufspraxis gemäß den Absätzen 1 und 2 soll wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Industriemeisters Metall haben.
4. Abweichend vom Absatz 1 kann zur Industriemeisterprüfung auch zugelassen werden, der durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Art
glaubhaft macht, berufspraktische Qualifikationen erworben zu haben, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen
Aufbau des Lehrgangs
Der Lehrgang gliedert sich in vier Teile
Vorkurs
Der Vorkurs frischt das für den erfolgreichen Lehrgangsabschluss notwendige Wissen auf. Insbesondere werden neue Lerntechniken eingeübt, das mathematische Rüstzeug und physikalische Grundwissen aufgefrischt.
berufs- und arbeitspädagogischer Teil (AEVO)
- Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
- Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
- Ausbildung durchführen
- Ausbildung abschließen
fachübergreifende Basisqualifikation
- rechtsbewusstes Handeln
- betriebswirtschaftliches Handeln
- Anwenden von Methoden der Information, Kommunikation und Planung
- Zusammenarbeit im Betrieb
- Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten
handlungsspezifische Qualifikation
Handlungsbereich Technik
- Fertigungs-, Betriebs- und Montagetechnik
Handlungsbereich Organisation
- betriebliches Kostenwesen
- Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme
Handlungsbereich Führung und Personal
- Personalführung
- Personalentwicklung
- Qualitätsmanagement
Welchen Umfang hat der Lehrgang
Der Vorbereitungslehrgang Industriemeister Metall umfasst ca. 1250 Unterrichtseinheiten. Der Unterricht findet berufsbegleitend statt.
Dienstags und Donnerstags von 17:00—20.15 und vierzehntägig samstags 8:00—13:00.
Während der hessischen Schulferien ist in der Regel unterrichtsfrei.





