Pro Zukunft Aus- und Weiterbildung

Berufsbild 

Geprüfte Technische Betriebswirtin /Geprüfter Technischer Betriebswirt  ist ein Fortbildungsabschluss des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), der staatlich anerkannt und geschützt ist.
Die Lehrgangsteilnehmer erwerben die Fähigkeit unternehmerisch, zielgerichtet und erfolgsorientiert zu Planen und zu Handeln. Sie lernen, betriebswirtschaftliche Probleme und Fragestellungen in dem Spannungsfeld Wettbewerb-Optimaler Ressourceneinsatz-Ökologie -, verantwortungsvoll zu lösen.
Zu den Aufgaben die Technische ´Betriebswirtinnen/Technische Betriebswirte wahrnehmen können gehören:Betriebswirte

  • Strategiefindung und -umsetzung im Rahmen einer nachhaltigen Unternehmensführung,
  • Gestaltung der organisatorischen Rahmenbedingungen des Unternehmens unter Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken,
  • Auswahl und Einsatz der personalwirtschaftlichen Instrumente zur Sicherung der Unternehmensziele,
  • Leitung und Koordination der betrieblichen Leistungsprozesse unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Technischen Betriebswirtinnen/Betriebswirte sollen auf der Basis eines an Unternehmenswerten orientierten, strategisch ausgerichteten wirtschaftlichen Handelns diese Aufgaben mit betriebswirtschaftlicher und technischer Fachkompetenz verbunden mit Methoden- und Sozialkompetenz wahrnehmen können.
Die Tätigkeitsbereiche der  Technischen Betriebswirtinnen/Betriebswirte sind vielfältig. Diese können sein:

  • Projektplanung und Materialwirtschaft
  • Rechnungswesen
  • Organisation und Qualitätsmanagement
  • Personalwirtschaft
  • Marketing
  • Technischer Service

Ziel  des Lehrgangs

Das Ziel des Lehrgangs ist die Vorbereitung der Teilnehmer auf die IHK Prüfung zur Erlangung des  Titels Geprüfte Technische Betriebswirtin / Geprüfter Technischer Betriebswirt.

Aufbau des Lehrgangs

Der Lehrgang findet an zwei Abenden in der Woche und im Durchschnitt an zwei Samstagen im Monat statt.
Während des Lehrgangs wird eine Bildungswoche in Vollzeit angeboten, welche als Bildungsurlaub nach dem hessischen Bildungsurlaubsgesetz anerkannt werden kann.
In der Zeit der hessischen Schulferien wird zum großen Teil kein Unterrichts stattfinden.
Die Lehrgang dauert ca. 1½  Jahre. Eine detaillierte Terminplanung wird vor Lehrgangsbeginn bekanntgegeben.

Entsprechend dem Rahmenstoffplan des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) werden in unserem Lehrgang die folgenden Inhalte behandelt:

WIRTSCHAFTLICHES HANDELN UND BETRIEBLICHER LEISTUNGSPROZESS

Grundlagen der Volks- und Betriebswirtschaftslehre

  • Unternehmensformen und -zusammenschlüsse
  • Unternehmensorganisation und betriebliche Funktionsbereiche
  • Rechtliche Grundlagen
  • Produktions- und Kostentheorie
  • Betriebsstatistik
  • Arbeitssicherheit
  • Volkswirtschaftliche Grundlagen
  • Wirtschaftspolitik
  • Wirtschaftsordnungen
  • Europäische Union

Rechnungswesen

  • Formen der doppelten Buchführung
  • Kosten- und Kostenartrechnung
  • Leistungsrechnung
  • Controlling
  • Steuern
  • Jahresabschluss: rechtliche Bestimmungen, Analyse

Finanzierung und Investition

  • Finanzplanung und -analyse
  • Innen- und Außenfinanzierung
  • Investitionsrechnung

Material-, Produktions- und Absatzwirtschaft

  • Beschaffungswirtschaft und Einkauf
  • Lagerwirtschaft: Grundlagen, Planung und Kontrolle
  • Fertigungsorganisation
  • Fertigungsverfahren
  • DV-gesteuerte Produktionsmethoden
  • Produktionsprogramm
  • Ökologische Aspekte der Produktion
  • Qualitätsmanagement
  • Marketingkonzepte
  • Marketinginstrumente
  • Marketing-Planung

 

MANAGEMENT UND FÜHRUNG

Organisation und Unternehmensführung

  • Aufbau- und Ablauforganisation
  • Organisationsentwicklung
  • Mitarbeiterführung
  • Moderation
  • Konfliktmanagement
  • Projektmanagement
  • Zeitmanagement und Selbstmanagement
  • Präsentationsmethoden und Darstellungshilfsmittel

Personalmanagement

  • Personalplanung und Methoden der Personalauswahl
  • Personalentwicklung: Aus- und Weiterbildung
  • Personalbeurteilung
  • Entlohnung
  • Arbeitsrecht
  • Betriebliches Sozialwesen

Informations- und Kommunikationstechniken

  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Datenverarbeitung
  • Datenkommunikation

Fachübergreifender technikbezogener Prüfungsteil

  • Methoden und Gestaltung einer Projektarbeit

 

Voraussetzungen

(1) Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer, die zur IHK Prüfung zugelassen werden möchten, müssen eines der unten stehenden Kriterien erfüllen:

  1. eine mit Erfolg abgelegte Prüfung zum Industriemeister oder eine vergleichbare technische Meisterprüfung oder eine mit Erfolg abgelegte staatlich anerkannte Prüfung zum Techniker oder
  2. eine mit Erfolg abgelegte Prüfung zum Technischen Fachwirt (IHK) oder
  3. eine mit Erfolg abgelegte, staatlich anerkannte Prüfung zum Ingenieur mit wenigstens zweijähriger einschlägiger beruflicher Praxis

(2) Abweichend von Absatz 1 kann zur Prüfung auch zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, dass Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erworben worden sind, die eine Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

Den Wortlaut der Verordnung des BMJV über die Prüfung zum anerkannten Abschluss zur Geprüften Industriemeisterin / zum Geprüften Industriemeister Fachrichtung Metall  (IHK) erreichen Sie über folgenden Link: http://www.gesetze-im-internet.de/tbetrwprv/.

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